Wehrsportgruppe

Gewaltmonopol des Staates
Der Staat darf in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen Gewalt anwenden, wenn jemand gegen ein Gesetz verstößt. Dafür gibt es Polizei und Militär. Nur der Staat hat dieses Recht, man nennt es „Gewaltmonopol“.


Rechtsbruch und Täuschung



Es gibt jedoch Gruppen und Vereinigungen, die dieses staatliche Gewaltmonopol entweder nicht anerkennen oder aber glauben, dass es nicht ausreicht. Sie wollen deshalb selbst für Recht und Ordnung sorgen. Diese Gruppen führen, manchmal in Uniform und mit Waffen, militärische Übungen durch. Sie nennen das „Wehrertüchtigung“. Mitunter wird dann vorgetäuscht, es handele sich lediglich um sportliche Aktivitäten. Dabei stellen sich diese Gruppen mit ihrem Handeln und ihrer Zielsetzung eindeutig gegen das Gesetz. Wehrsportgruppen werden oft von Rechtsextremisten gegründet und geleitet und es wird dort Nazi-Propaganda verbreitet.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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