Weimarer Republik

Am 6. Februar 1919 tagte in diesem Gebäude, dem Deutschen Nationaltheater in Weimar, zum ersten Mal die Deutsche Nationalversammlung. Sie erarbeitete die erste demokratische Verfassung (man sagt manchmal "Weimarer Verfassung"). (© picture alliance / ZB)



Erste deutsche Demokratie



Nach dem Ersten Weltkrieg musste der deutsche Kaiser zurücktreten und die sogenannte Weimarer Republik begann (1919-1933). Der Name lässt sich leicht erklären:

Friedrich Ebert, erster Reichspräsident in der Weimarer Republik von 1919-1925. (© picture alliance / akg-images)

In der Stadt Weimar kam die Nationalversammlung zusammen und arbeitete eine demokratische Verfassung („Weimarer Reichsverfassung“) aus.
Mit dieser Verfassung wurde Deutschland ein parlamentarisch-demokratischer Bundesstaat. Staatsoberhaupt der Weimarer Republik war der vom Volk gewählte Reichspräsident (1919-1925: Friedrich Ebert, ab 1925: Paul von Hindenburg).

Probleme der Weimarer Republik



Die Weimarer Republik hatte von Anfang an mit großen Problemen zu kämpfen. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg gab es große wirtschaftliche Probleme, eine Inflation und Millionen von Arbeitslosen.

Banknoten der Inflation von 1923 in Deutschland. (© picture alliance / akg-images)

Die Weltwirtschaftskrise von 1929 hat die Situation noch verschärft. Das größte Problem aber war, dass die Weimarer Republik von Beginn an viele Gegner in der Bevölkerung hatte. So bestimmten starke politische Unruhen das politische und gesellschaftliche Geschehen in Deutschland. Radikale Strömungen (Kommunisten, Nationalsozialisten), die sich gegenseitig bekämpften, gewannen immer mehr an Einfluss. Im Jahre 1933 kam Adolf Hitler an die Macht. Die demokratische Weimarer Republik brach zusammen und die nationalsozialistische Diktatur nahm ihren Anfang.

Hinweis: Das Stadtmuseum Weimar zeigt eine Ausstellung über die Nationalversammlung und die Weimarer Republik. Infos dazu findet ihr hier.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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