Wertschöpfung


Gewinne im Wirtschaftsleben



Dieser Begriff aus der Wirtschaftswelt wird verwendet, wenn es um Gewinne geht. Dazu ein Beispiel: Nehmen wir an, jemand bestellt bei einem Schreiner einen Schrank. Der Schreiner berechnet, wie viel er an Material, an Arbeitsstunden, an Strom und so weiter braucht. Dann wird er dem Kunden einen Preis für den Schrank nennen. Den Unterschied zwischen den Kosten, die der Schreiner hatte und dem, was er durch den Verkaufspreis verdient, bezeichnet man als "Gewinn" oder „Wertschöpfung“.

Verluste oder "negative Wertschöpfung"
Allerdings kann dieser Unterschied zwischen Kosten und Verkaufspreis auch zum Nachteil des Schreiners ausfallen, weil vielleicht das Material teurer wurde oder sonstige Eigenkosten nicht bedacht waren. In diesem Falle spricht man von „Verlust“ oder „negativer Wertschöpfung“.


Beispiele



Dieses kleine Beispiel lässt sich auf die großen Geschäfte im Wirtschaftsleben ausdehnen. Gibt etwa eine Bank einem Großunternehmen einen Millionenkredit, sind die Zinsen entsprechend hoch. Das Unternehmen verwendet das Kreditgeld vielleicht für den Bau neuer Hallen, den Kauf neuer Maschinen und stellt Arbeitskräfte ein. Wenn sich das alles auszahlt, weil die neuen Produkte gut gekauft werden, kann der Kredit samt Zinsen zurückgezahlt werden. Was darüber hinaus verdient wurde, kann als Gewinn oder Wertschöpfung verbucht werden.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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