Widerstand

Hans und Sophie Scholl waren Gründer und Mitglieder der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" an der Münchner Universität. Das Geschwisterpaar wurde nach einer Flugblattaktion gegen die nationalsozialistische Herrschaft am 18.2.1943 verhaftet und gemeinsam mit Christoph Probst im Gefängnis Stadelheim in München am 22.2.1943 hingerichtet. (© picture-alliance / dpa)

Viele Menschen, die in einer Diktatur leben oder auch in einem Land, das von einem anderen Staat überfallen wurde, lehnen sich gegen die Herrschaft auf. Sie leisten Widerstand, weil sie diese Herrschaft ablehnen. Manchmal schließen sie sich mit anderen Menschen zusammen, die genauso denken und bilden eine Widerstandsgruppe. Es gibt gewaltlosen Widerstand und Widerstand, der mit Gewalt gegen Sachen und Personen verbunden ist.
In der Zeit des Nationalsozialismus gab es mehrere Widerstandsgruppen, die den Diktator Hitler und seine Macht beseitigen wollten. Sehr bekannt ist die „Weiße Rose“, die von Studenten und Studentinnen in München gegründet wurde. In einer anderen Gruppe haben sich vor allem Offiziere zusammengeschlossen. Diese Gruppe wurde bekannt unter dem Namen „20. Juli 1944“, weil der Offizier Claus Graf Schenk von Stauffenberg an diesem Tag ein Attentat auf Hitler verübte, das allerdings missglückte. Auch Jugendliche haben Widerstand geleistet. In Köln und im Ruhrgebiet zum Beispiel haben sie sich als sogenannte Edelweißpiraten gegen die Nationalsozialisten aufgelehnt. Viele Widerstandskämpfer wurden entdeckt und hingerichtet.
Heute hat jeder in Deutschland das Recht Widerstand zu leisten, wenn jemand versucht, unsere demokratische Grundordnung zu beseitigen. Dieses Widerstandsrecht ist in unserem Grundgesetz festgelegt. Aber Widerstand ist nur dann erlaubt, wenn vorher alles andere versucht wurde, um diese Gefahr für unseren Staat abzuwehren.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln