Wirtschaftskreislauf

Deine Eltern kaufen ein Auto. Das klingt ganz einfach, aber was passiert da genau? Deine Eltern tauschen ihr Geld gegen eine Sache ein, die in einer Fabrik hergestellt wurde. Das Geld für das Auto haben deine Mutter, dein Vater vorher – das ist der normale Fall - durch ihre Arbeit auf einer Arbeitsstelle verdient.
So funktioniert es viele tausend Mal: Die Unternehmen bezahlen für die Arbeitskraft der Menschen. Diese wiederum bezahlen mit ihrem Verdienst die Güter des täglichen Lebens, die in vielen Unternehmen (in unserem Fall die Autofirma) hergestellt werden. Es hat sozusagen ein Austausch zwischen den Unternehmen und den privaten Haushalten stattgefunden. Das lässt sich grafisch in einem Kreis darstellen und das Ganze nennt man den „einfachen Wirtschaftskreislauf“.
Und nun für Expertinnen und Experten: Wenn man den „erweiterten Wirtschaftskreislauf“ darstellt, werden noch andere Dinge mit einbezogen. In den Haushalten wird natürlich nicht das ganze Einkommen für Dinge des täglichen Lebens ausgeben, sondern Teile des Geldes werden zur Bank gebracht. Die Banken verleihen das Geld an Firmen, die wiederum neue Maschinen anschaffen können. Beim erweiterten Wirtschaftskreislauf werden also vor allem die Geldumläufe in einer Volkswirtschaft berücksichtigt. Dazu zählen auch Steuern, Schulden, Versicherungen und anderes, das mit Finanzen zu tun hat. Diese wirtschaftlichen Abläufe sind sehr kompliziert, weil auch die Geschäfte des Staates mit dem Ausland dabei eine Rolle spielen.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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