Wirtschaftsordnung


Regeln für das Wirtschaftsleben



Ein Staat hat Regeln, nach denen seine Wirtschaft funktioniert. Das ist die Wirtschaftsordnung. Sie legt fest, nach welchen Gesetzen sich die wirtschaftlichen Aktivitäten richten müssen. Das kann eine Wirtschaftsordnung sein, die von einer zentralen Stelle aus gesteuert wird. Dies nennt man Zentralverwaltungswirtschaft. Ganz anders ist es in einer Marktwirtschaft. Hier gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Die Wirtschaft wird nicht zentral gesteuert, sondern der Markt selbst, also die am Wirtschaftsleben Beteiligten, regeln das Wirtschaftsgeschehen. Diese beiden Systeme – Zentralverwaltungswirtschaft und Marktwirtschaft - können sich auch mischen. Dann werden einige Teile der Wirtschaft zentral gelenkt, andere sind nach Angebot und Nachfrage organisiert.


Soziale Marktwirtschaft



Die Wirtschaftsordnung, die in vielen demokratischen Staaten und auch bei uns in Deutschland gilt, ist die Marktwirtschaft. In manchen Bereichen greift bei uns der Staat ins Wirtschaftsgeschehen ein, um soziale Ungerechtigkeiten zu verhindern. Deshalb bezeichnen wir in Deutschland unsere Wirtschaftsordnung als "soziale Marktwirtschaft".
Ausreichend für alle
Das Ziel aller Wirtschaftsordnungen ist es dafür zu sorgen, dass alle Menschen in einem Land genug zum Leben und möglichst ein gutes Auskommen haben.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln