Wohlfahrtsstaat

Der moderne Staat ist ein Wohlfahrtsstaat, der sich bis zu einem gewissen Grad um seine Bürgerinnen und Bürger kümmert. Die Bürger sollen gegen bestimmte Risiken abgesichert werden und dazu gibt es zum Beispiel die Unfall-, Kranken- und Altersversicherung. Aber der Wohlfahrtsstaat sorgt auch dafür, dass alle Menschen die Chance haben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dazu werden zum Beispiel Schulen gebaut, die alle Menschen besuchen können, nicht nur die Wohlhabenden. Und ein weitere Aufgabe des Wohlfahrtsstaates ist es dafür zu sorgen, dass auch die Menschen, die sich nicht selbst versorgen können, Geld haben, um ihren Lebensunterhalt zu zahlen.
Manchmal wird Kritik am Wohlfahrtsstaat geübt. Dann wird gesagt, dass der Wohlfahrtsstaat zu sehr in das Leben der Bürger eingreift. Das führe zu Bevormundung und schränke die Verantwortung und Initiative des Einzelnen für die Gesellschaft ein.
Neben dem Staat gibt es auch andere Organisationen, die sich um das Wohlergehen der Bürger kümmern. Die sogenannten Wohlfahrtsverbände sind – um nur zwei Beispiele von ganz vielen zu nennen - in der Altenpflege oder in der Jugendarbeit tätig.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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