Wirtschaftswachstum

„Hoffentlich haben wir ein gutes Wirtschaftswachstum!“ Das hört man oft von Politikern, wenn sie gefragt werden, ob es den Menschen in den nächsten Monaten wohl gut gehen werde. Was ist damit gemeint? Wir haben schon erklärt, was das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist. Wenn das BIP, also der Wert aller Dienstleistungen und Sachgüter, im Vergleich zum Vormonat oder zum Vorjahr größer geworden ist, dann ist die Wirtschaft gewachsen.
In Deutschland ist das stetige Wachsen der Wirtschaft ein wirtschaftspolitisches Ziel. Deshalb ist Wachstum auch einer der vier Eckpunkte des „magischen Vierecks“. Man geht nämlich davon aus, dass Wirtschaftswachstum mehr Arbeitsplätze bringt und damit auch ein höheres Einkommen für die Bevölkerung bedeutet. Und damit dann auch mehr Zufriedenheit.
Manche Fachleute finden aber, dass man den Wohlstand der Menschen nicht nur nach solchen Berechnungen bestimmen kann. Denn das Wirtschaftswachstum sagt nichts darüber aus, welche Waren hergestellt werden, ob das Wachstum auch gut für die Umwelt ist und ob der Wohlstand auch gerecht verteilt ist. Diese Dinge sind allerdings auch sehr viel schwieriger zu berechnen als das BIP.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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