Rentabilität

Manchmal hört man jemanden sagen: „Das rentiert sich" oder „das ist rentabel“. Das bedeutet: „Etwas zahlt sich aus oder hat sich gelohnt“. In der Wirtschaft verwendet man den Begriff, wenn es um den Erfolg eines Unternehmens oder die Wirtschaftlichkeit eines Geschäfts geht. So sagt man etwa, die Rentabilität lag im Jahr x bei y Prozent. Wie kann man feststellen, wie rentabel ein Geschäft ist? Man vergleicht die Gewinne, die man bei dem Geschäft hatte, mit dem Kapital, das man eingesetzt hat und den Kosten, die das Geschäft verursachte. Dazu gehören Zinsen für Bankkredite ebenso wie Material- und Lohnkosten, Energiekosten sowie die Steuern, die für Gewinne zu bezahlen sind. Wenn nach der Zusammenstellung aller Gewinne und Verluste ein Plus herauskommt, hat sich der Einsatz des Kapitals gelohnt. Geschäfte, die keinen Gewinn bringen oder bei denen der Gewinn sehr gering ist, bezeichnet man als unrentabel.
Ein vereinfachtes Beispiel aus dem privaten Bereich: Wenn man tausend Euro auf einem Sparbuch zu einem Prozent Zinsen pro Jahr anlegt, sind das im Jahr zehn Euro Zinsen. Wenn aber die allgemeinen Kosten für den Lebenshaltungskosten in diesem Jahr um zwei Prozent steigen, kann man diese Kostensteigerung mit den Sparzinsen nicht abdecken. Die Anlage mit dem Sparbuch hat sich also nicht gelohnt. Dann müsste man sich nach einer rentableren Geldanlage umsehen.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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