Suffragetten

Demonstration von Suffragetten um 1905. Als Suffragetten bezeichnete man vor 1914 die Mitglieder der englischen Frauenbewegung, die vor allem das Stimmrecht für Frauen forderten. Der Begriff kommt vom lateinischen "suffragium", auf Deutsch "Stimmrecht". (© picture-alliance/akg-images)

Das Wort hat mit dem englischen Wort „suffrage“ (auf Deutsch: Wahlrecht) zu tun. Mit „Suffragetten“ bezeichnet man die Frauen, die vor mehr als 100 Jahren in England den Kampf für das Wahlrecht der Frauen aufnahmen. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es in England und anderen Ländern nur Männern gestattet, bei einer politischen Wahl abzustimmen, Regierung und Parlament waren Männern vorbehalten. Frauen galten als nicht geschäftsfähig und durften sich nicht politisch betätigen. Allein die Königin - damals herrschte in England Queen Victoria - bildete eine Ausnahme.
Emmeline Pankhurst (1858 – 1928) gilt als Gründerin der Suffragettenbewegung. Sie kämpfte energisch für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Unterstützt von ihren Töchtern sammelte sie viele gleichgesinnte Frauen um sich.1898 gründete sie die Liga für Frauenrechte. Selbst Verfolgungen, Verhaftungen und harte Strafen hielten die Frauen nicht von ihrem Ziel ab, für das Wahlrecht der Frauen zu kämpfen. Mit der Zeit gewannen sie immer mehr Unterstützung und der Druck auf die Regierung wuchs, den Forderungen der Frauenbewegung entgegenzukommen. Doch erst 1928 erließ das englische Parlament ein Gesetz, das Frauen das gleiche Stimmrecht wie Männern zugestand. Damit war ein wichtiger Schritt für die Gleichberechtigung von Frauen gemacht. Die Suffragetten stehen am Anfang der Frauenrechtsbewegung in der ganzen Welt.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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