Blockfreiheit


Gründung der blockfreien Bewegung



Im Kalten Krieg, der dem Zweiten Weltkrieg folgte, gab es zwei Machtblöcke, die die Weltpolitik prägten: die westlichen Demokratien unter Führung der USA und die kommunistischen Staaten des Ostblocks unter Führung der Sowjetunion. Viele Staaten wollten nicht zu diesen Machtblöcken gehören, sie gründeten 1961 die Bewegung der Blockfreien Staaten. Das waren vor allem Staaten in Afrika, Südamerika und Asien. Die Ziele dieses Zusammenschlusses waren Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und der Kampf gegen den Kolonialismus und den Rassismus.

Heutige Ziele



Zwar hat die Blockfreiheit mit dem Ende des Kalten Krieges an Bedeutung verloren. Aber immer noch zählen etwa 120 Staaten zu dieser Bewegung. Sie verfolgen vor allem wirtschaftliche Ziele. Sie fordern eine Verringerung der Spannungen zwischen den reichen Staaten im Norden und den armen Staaten im Süden der Erdkugel und eine neue Weltwirtschaftsordnung. Mit dem Ende des Kalten Krieges hat die Blockfreiheit aber an Bedeutung verloren.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln