Reparationen

Begriffserklärung
Als Reparationen werden Geldzahlungen bezeichnet, die nach einem Krieg von dem Verlierer an die Sieger des Krieges gezahlt werden. Sie sollen eine Wiedergutmachung sein für Schäden, die während des Krieges zugefügt wurden.

Geldzahlungen nach dem Ersten Weltkrieg
In Deutschland denkt man beim Begriff „Reparationen“ vor allem an die Geldzahlungen, die das Deutsche Reich als Verlierer nach dem Ersten Weltkrieg an die Siegermächte zahlen musste. Festgelegt wurde das im Versailler Vertrag. Das Deutsche Reich musste diese Bestimmung des Versailler Friedensvertrages akzeptieren.

Übersicht über die nach dem Ersten Weltkrieg verlorengegangenen deutschen Kolonien sowie eine Aufstellung der deutschen Reparationszahlungen in den Jahren 1918-1924 und 1924-1931, wie sie im Versailler Friedensvertrag bestimmt wurden. (© picture alliance / akg)



Hohe Zahlungen nach dem Ersten Weltkrieg



Zwischen 1919 und 1932 zahlte das Deutsche Reich 25 Milliarden Goldmark an die Siegermächte. Das war damals eine enorm große Summe. Für das Deutsche Reich brachten die Reparationszahlungen große Probleme. Die Wirtschaft konnte sich nicht erholen, die Arbeitslosigkeit stieg, viele Menschen lebten in Armut. Die meisten Menschen im Deutschen Reich fanden die Reparationsforderungen unfair und demütigend für ihr Land. Die Feinde der Weimarer Republik nutzten diese Wut aus für ihren Kampf gegen die Republik. Außenpolitisch waren die Reparationen eine Belastung insbesondere für das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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