Reformation

Wortbedeutung
Das Wort „Reformation“ kommt aus dem Lateinischen. Es bedeutet „Erneuerung“. Heute versteht man unter „Reformation“ die Entstehung der evangelischen Kirche vor etwa 500 Jahren.


Martin Luther



Die Reformation wurde ausgelöst durch Martin Luther. Luther war Mönch und Professor für Theologie in Erfurt. Er war katholisch und sehr unzufrieden mit der Kirche seiner Zeit. Vor allem störte ihn, dass die Gläubigen Geld zahlen sollten, um die Sündenlast der verstorbenen Menschen zu erleichtern. (Das nannte man "Ablass".) Er sagte, dass allein der Glaube die Christen von der Schuld befreien könne.

Eines der berühmtesten Bilder von Martin Luther. Gemalt hat es Lucas Cranach im Jahr 1529.

Am 31. Oktober 1517 schrieb Luther seine Kritik an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Dieses Datum gilt als Beginn der Reformation.




Spaltung der Kirche



Martin Luthers Kritik wurde in ganz Deutschland schnell bekannt. Viele Menschen waren von seinen Lehren überzeugt. Es gab aber auch viele, die Luther nicht folgen wollten. Zwischen den Anhängern Luthers und seinen Gegnern kam es zu viel Streit. Schließlich kam es zur Spaltung der Kirche: Neben der katholischen Kirche war die evangelische Kirche entstanden.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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