Netzwerk

Von Spinnen und Ingenieuren
Angst vor Spinnen? Nein! Vielmehr große Bewunderung! Spinnen sind die Schöpfer der schönsten und kunstvollsten Netze und sollten als wahre Erfinder der Netzwerke bewundert werden. Denn in der Industrialisierung haben Ingenieure die Vorstellung eines kunstvoll geknüpften Netzes übernommen, um für ihre technischen Leistungen ein besonders einprägsames Bild zu schaffen. Jetzt gab es nicht mehr nur zarte Spinnennetze, sondern unübersehbare Netzwerke von Eisenbahnen und Straßen, von Wasserleitungen und Energieversorgungsmasten.

Digitale Netzwerke
Heute denken viele Menschen an die Digitalisierung, wenn sie den Begriff „Netzwerk“ hören. Ohne die Vernetzung von Tausenden von riesigen Computern weltweit gäbe es kein Internet, und jedes WLan, in dem wir ein Smartphone anmelden, ist ein eigenes kleines Netzwerk. Darum ist auch der Beruf des Netzwerktechnikers heute so beliebt und gefragt.

Menschliche Netzwerke
Netzwerke schaffen Menschen aber auch in ihrem Umfeld. Damit ist gemeint, dass sie Beziehungen zu anderen Menschen eingehen und pflegen und dass sie selbst als ein kleiner Knotenpunkt in einem weit gespannten Netz wirken. Oft liest man darum auch von erfolgreichen Politikerinnen oder Fußballmanagern, dass sie über ein großes Netzwerk verfügen. Man sagt dann: „Die ist gut vernetzt!“ Solche Netzwerke können zum beruflichen Erfolg beitragen, deswegen wird viel Wert auf die Ausbildung und Förderung von guten „Netzwerkern“ gelegt. Netzwerke knüpfen wir alle auch in unserem privaten Leben, in der Familie, mit Freunden, in der Schule oder im Sportverein. Viele Wissenschaftler glauben sogar, dass es die Fähigkeit zur Netzwerk-Bildung ist, die uns in erster Linie von den Tieren unterscheidet.

Quelle: Gerd Schneider / Christiane Toyka-Seid: Das junge Politik-Lexikon von www.hanisauland.de, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2020.

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