Crash

dramatischer Abfall der Kurse innerhalb kurzer Zeit als Vorbote oder Ausdruck einer sich abzeichnenden Angst um eine weltweite Wirtschaftskrise, meistens im Zusammenhang mit entsprechenden Entwicklungen am Anleihemarkt (Zinsanstieg). Bei einem Crash sind außerdem Panikverkäufe zu beobachten. Die Aktienkurse können pro Tag um 20 % und mehr fallen.

Ein Börsencrash fand 1929 an der New Yorker Börse statt. Der Schwarze Freitag (siehe dort)zog alle übrigen Finanzplätze mit sich und leitete die Depression der Dreißigerjahre und die Weltwirtschaftskrise ein. In den Jahren 1962, 1987 (19. 10.) und 2008 (Ende September) kam es ebenfalls zu dramatischen Kurseinbrüchen an der New Yorker Börse und an den übrigen Börsen. Sie bewirkten Rückgänge der Kurse bei einzelnen Werten von bis zu 30 % an einem einzigen Tag. Im Gegensatz zum Crash von 1929 erholten sich die Kurse verhältnismäßig schnell.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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