Dienstleistungssektor


Dienstleistungssektor. Bei niedrigem Pro-Kopf-Einkommen überwiegt im Prozess der wirtschaftlichen Entwicklung der primäre Sektor bei mittlerem bis hohem Pro-Kopf-Einkommen der sekundäre Sektor und bei sehr hohem Pro-Kopf-Einkommen der tertiäre Sektor.

auch als tertiärer Sektor bezeichneter Bereich der Wirtschaft, der im Gegensatz zu den Bereichen Land- und Forstwirtschaft (primärer Sektor) und produzierendes Gewerbe (sekundärer Sektor) keine Sachgüter produziert, sondern Dienstleistungen bereitstellt. Das Angebot des Dienstleistungssektors ist sehr breit und umfasst z. B. Leistungen des Handels und Verkehrs, des Bank- und Versicherungsgewerbes, der freien Berufe (z. B. Ärzte, Steuerberater, Rechtsanwälte oder Architekten), des öffentlichen Dienstes, des Grundstücks- und Wohnungswesens, des Gesundheits- und Sozialwesens, der Bereiche Information und Kommunikation, Kunst und Unterhaltung, Tourismus. In modernen, hoch entwickelten Volkswirtschaften wächst die Bedeutung des Dienstleistungssektors ständig.

In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zählen zum Dienstleistungssektor die Wirtschaftsbereiche Handel, Gastgewerbe und Verkehr, Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister sowie öffentliche und private Dienstleister.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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