Kosten

der in Geld bewertete Verzehr von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und Verwertung der betrieblichen Leistungen sowie zur Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft erforderlich ist. Grundmerkmale für Kosten sind: 1) Es liegt stets ein Güterverbrauch vor; als Einsatzgüter kommen Sachgüter, Arbeitsleistungen, Dienste und Rechte infrage. 2) Der Güterverbrauch muss leistungsbezogen, d. h. auf die Erstellung betrieblicher Güter, ausgerichtet sein. 3) Der Güterverbrauch wird durch Multiplikation der verbrauchten Menge mit einem Geldbetrag je Mengeneinheit (Preis) bewertet.

Die Kosten sind abzugrenzen sowohl von den Ausgaben (Geldausgängen) als auch vom Aufwand (siehe dort). Es gibt z. B. aufwandsgleiche Kosten oder Grundkosten (siehe dort) und kalkulatorische Kosten (siehe dort), die nie zu Ausgaben führen. Steigen die Kosten mit der Produktmenge, so heißen sie beschäftigungsabhängige oder variable Kosten (siehe dort). Diesen stehen die fixen Kosten (siehe dort) gegenüber (z. B. die zur Bereithaltung der Fertigungskapazität anfallenden Bereitschaftskosten).

Je nachdem, ob sich die Kosten einem Kostenträger (z. B. Fertigerzeugnis) zurechnen lassen, spricht man von Einzelkosten (siehe dort) oder Gemeinkosten (siehe dort). Werden nur die tatsächlich angefallenen Kosten verrechnet, dann spricht man von Istkosten, wenn geplante Kosten verrechnet werden, sagt man dazu Plankosten oder Sollkosten.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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