Kosteninflation

Form der angebotsbedingten Inflation (siehe dort), bei der die Preise in der Volkswirtschaft steigen, weil die Unternehmen gestiegene Produktionskosten auf den Preis ihrer Waren und Dienstleistungen überwälzen. Auslöser für steigende Kosten in den Unternehmen können z. B. höhere Lohnkosten (Lohndruckinflation) oder höhere Rohstoffkosten sein.

Höhere Lohnkosten bzw. Arbeitskosten lösen meistens dann Preiserhöhungen der Unternehmen aus, wenn die Löhne und Gehälter stärker steigen als die Arbeitsproduktivität, d. h. die Produktionsmenge je Arbeitsstunde. Ist dies der Fall, erhöht sich der Anteil der Lohnkosten für die hergestellten Güter und die Unternehmen geben diese Kostensteigerung über Preiserhöhungen an die Verbraucher weiter. Ein hoher Kostendruck geht vor allem von den Lohnnebenkosten aus.

Höhere Rohstoffkosten ergeben sich für die Unternehmen vor allem als Folge von Preiserhöhungen auf internationalen Märkten für Rohstoffe, z. B. für Mineralöl. Gestiegene Kosten für Rohstoffe werden die Unternehmen in der Regel als Preiserhöhungen für ihre Erzeugnisse weitergeben. Insoweit kann es auch zu einer importierten Inflation kommen.

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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