Lager

der Bereich im Unternehmen, in dem die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die halbfertigen und fertigen Erzeugnisse aufbewahrt werden. Handelt es sich dabei um Güter für die Produktion, dann wird von einem Materiallager gesprochen, dem sich produktionsbedingte Zwischenlager anschließen können. Es wird ein Mindestbestand (eiserner Bestand) ständig gehalten, um jederzeit die Produktion aufrechterhalten zu können. Darüber hinausgehende Bestände werden gebildet, um Mengenrabatte bei der Beschaffung ausnutzen zu können, wenn diese höher sind als die Lagerhaltungskosten: Zinsen für das gebundene Kapital, eventuell zusätzliche Raum- und Personalkosten.

Eine weitere Form der Lagerhaltung ist das Absatzlager, in dem die Bestände an Fertigerzeugnissen bis zum Absatz verbleiben. Eine wirtschaftliche Lagerhaltung strebt eine kurze Lagerdauer und einen hohen Lagerumschlag an. Wird also eine Ware achtfach umgeschlagen (Umsatz 10 Mio. €, Lagervorräte 1,25 Mio. €), dann beträgt die Lagerdauer 45 Tage (360 Tage, geteilt durch 8).

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

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