Rentabilität

das meist auf der Basis von Werten aus der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Bilanz, Kosten- und Leistungsrechnung ermittelte, in Prozent ausgedrückte Verhältnis einer Erfolgsgröße und einer als sinnvoll erachteten Bezugsgröße. Bei der Kapitalrentabilität oder dem Return on Investment, Abkürzung ROI, wird die Erfolgsgröße (z. B. Gewinn im Sinne des ausgewiesenen Jahresüberschusses vor Steuern oder des Betriebsergebnisses) auf den eingesetzten Produktionsfaktor Kapital bezogen; je höher das Verhältnis ist, desto besser ist die Kapitalrentabilität und damit die Verzinsung.

Bei der Eigenkapitalrentabilität wird der aus Eigentümer- oder Anlegersicht wichtige Quotient aus Gewinn und Eigenkapital betrachtet. Zur Beurteilung des gesamten Unternehmens eignet sich die Gesamtkapitalrentabilität als Verhältnis des Jahresüberschusses vor Steuern zuzüglich der Fremdkapitalzinsen zum gesamten Kapital. Während die Gesamtkapitalrentabilität angibt, wie viel Gewinne und Zinsen für das im Durchschnitt während einer Periode eingesetzte Kapital erwirtschaftet wurden, verdeutlicht die Umsatzrentabilität, wie viel Prozent der Umsatzerlöse dem Unternehmen als Betriebsgewinn verbleiben. Ein Unternehmen arbeitet rentabel, wenn die Eigen- und Gesamtkapitalrentabilität z. B. über dem Marktzins für langfristig angelegte Gelder liegt. Eine weitere Kennzahl für die Rentabilität ist der Cashflow (siehe dort).

Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln