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Kosovo (RKS)

Der im Südosten Europas liegende Staat erklärte 2008 seine Unabhängigkeit von der Republik Serbien (SRB), wird jedoch weiterhin von Serbien als autonome Provinz beansprucht. Die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo wird völkerrechtlich kontrovers diskutiert. RKS wird z. Zt. von 114 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (Vereinte Nationen (UN)) anerkannt (2017). Hauptstadt: Priština.

Die Verfassung von 2008 konstituiert RKS als parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt: Präsident, vom Parlament für fünf Jahre gewählt. Exekutive: Premierminister, sein/e Stellvertreter/in und Minister/Ministerinnen (Kabinett), vom Parlament gewählt. Legislative: Einkammerparlament mit 120 Abgeordneten, davon 10 Vertreter der serbischen Minderheit und 10 Vertreter anderer Minderheiten, nach Verhältniswahl für vier Jahre gewählt.

Parteien und Zusammenschlüsse: PAN-Koalition [Demokratische Partei Kosovos (PDK), Allianz für die Zukunft Kosovos (AAK), Initiative für Kosovo (NK)], LAA-Koalition [Demokratische Liga Kosovos (LDK), Allianz Neues Kosovo (AKR), Die Alternative (A)], Selbstbestimmung (VV), u. a.

1,8 Mio. Einw./2018; Amtssprachen: albanisch, serbisch; Konfessionen: 95,6 % muslimisch, 2,2 % katholisch, 1,5 % serbisch-orthodox.

BIP/Kopf: 4.420 US-$/2018; Landwirtschaft (Getreide, Wein, Obst), Viehhaltung und Rohstoffe (v. a. Braunkohle).

Siehe auch:
Staat
Serbien (SRB)
Vereinte Nationen (UN)
Verfassung
Republik
Parlament
Minister/Ministerin
Kabinett
Minderheit

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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