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Diktatur

[lat.] D. bezeichnet eine Herrschaftsform, bei der die demokratischen Rechte abgeschafft sind und die Macht über Volk und Staat von einer Einzelperson oder einer Gruppe uneingeschränkt ausgeübt wird. I. d. R. berufen sich Diktatoren bzw. diktatorische Regime auf einen äußeren oder inneren Staatsnotstand, der die Etablierung nicht legitimer Herrschaft rechtfertigen soll; sie dienen aber i. d. R. nur der (unkontrollierten) Durchsetzung der Interessen und Überzeugungen weniger zulasten und zum Schaden aller (z. B. die nationalsozialistische D., der Stalinismus). D. werden hinsichtlich der Dauer (z. B. Übergangs-D.), der Anzahl der Herrschenden (z. B. Partei-D.), des politischen Hintergrunds (Rechts-, Links-D.) des Ausmaßes der ausgeübten Gewalt (z. B. totalitäre D.) etc. unterschieden.

Siehe auch:
Recht
Macht
Staat
Regime
Staatsnotstand
Herrschaft
Interessen
Überzeugung
Autoritär
Despotie
Tyrannis

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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