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Entwicklungsländer

Sammelbegriff für Staaten, deren (wirtschaftlich-technischer) Entwicklungsstand und der damit verbundene Lebensstandard (sehr) niedrig ist. Der Begriff stammt aus den 1950er-Jahren und beurteilt den Entwicklungsstand (u. a. hohe Analphabetenquote, hohe Arbeitslosenquote, mangelhafte Infrastruktur/Infrastrukturpolitik, Monokultur, mangelhafte Kapitalausstattung) und den Lebensstandard (Massenarmut, Unterernährung etc.) der E. aus Sicht der Industrienationen. 1970 wurden von den Vereinten Nationen (Vereinte Nationen (UN)) für E. die Begriffe »weniger entwickelte Länder« (Less Developed Countries) und »am wenigsten entwickelte Länder« (Least Developed Countries, LDC) eingeführt. Die Gruppe der LDC umfasst 47 besonders arme Staaten (2020) in denen schwere strukturelle Probleme nachhaltiges Wachstum verhindern.

Siehe auch:
Staat
Infrastruktur/Infrastrukturpolitik
Vereinte Nationen (UN)
Wachstum
Armut
Entwicklungszusammenarbeit

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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