Euro

[Code: EUR, Symbol: €] Der E. wurde am 1.1.1999 als gemeinsame gesetzliche Währung in der Europäischen Union eingeführt (1 Euro = 100 Cent); seit 1.1.2001 werden in den Ländern, die an der Währungsunion teilnehmen (Eurozone) die bis dahin noch im Umlauf befindlichen nationalen Banknoten durch Euronoten ersetzt. Die Einführung erfolgte in drei Schritten:

1. Bereits 1990 wurden alle Beschränkungen im Kapitalverkehr innerhalb der EU aufgehoben.

2. Zwischen 1994 und 1998 wurde eine Annäherung und Angleichung zentraler Haushalts- und Wirtschaftsdaten zwischen den EU-Ländern erreicht durch: a) Preisstabilität (d. h., die Verbraucherpreise durften nicht mehr als 1,5 % über dem Durchschnitt der drei Länder liegen, die die niedrigste Preissteigerung haben); b) die Höhe der Zinsen (die Zinsen für langfristige Kredite durften nicht mehr als 2 % über dem Durchschnitt der drei Länder liegen, die die niedrigste Preissteigerung haben); c) Stabilität der Währung (die nationale Währung musste in den drei Jahren vor Beginn der Währungsunion gegenüber den anderen Währungen in der EU stabil geblieben sein); d) Haushaltsdisziplin (die nationalen Haushaltsdefizite durften 3 % des Bruttoinlandsproduktes nicht überschreiten und die Gesamtschulden eines Staates durften nicht höher als 60 % des Bruttoinlandsproduktes sein.

3. Der Währungsunion gehören (Stand 2017) folgende EU-Länder an: AUT, BEL, CYP, DEU, ESP, EST, FRA, FIN, GRC, ITA, IRL, LUX, LTU, LVA, MLT, NLD, PRT, SVK, SVN. Den bisher nicht teilnehmenden Ländern (CZE, DNK, GBR, HUN, POL, ROU, SWE) steht der Beitritt zur Währungsunion frei, so sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Sie sind bereits über das Europäische System der Zentralbanken mit dem Eurowährungsgebiet verbunden.

Europäische Zentralbank Europäische Wirtschafts- und Währungsunion ( Abb. »Wohlstandsgefälle in Europa (2016 • BIP pro Kopf)«)

Euro

Siehe auch:
Währung
Europäische Union (EU)
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Staat
Europäische Zentralbank (EZB)
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU)

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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