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Gemeinwille

G. ist ein politikwissenschaftlich umstrittener Begriff, der davon ausgeht, dass es einen einheitlichen Volkswillen gibt, der uneingeschränkt dem allgemeinen Wohl und dem Gesamtinteresse einer Gesellschaft (Gemeinwohl) entspricht. Kritiker fragen, wie dieser G. objektiv festgestellt werden kann und wer (welche Institution) ihn bestimmt; sie halten dagegen, dass nur die unmittelbar (durch Parteien, Verbände (Verband/Verbände), Organisationen, Initiativen, Medien etc.) geäußerten Wünsche und Forderungen der Bevölkerung festgestellt werden können und diese zusammengenommen (Gesamtwille) Grundlage für politische Entscheidungen sein können.

Siehe auch:
Volkswille
Gesellschaft
Gemeinwohl
Institution
Partei
Verband/Verbände
Medien
Bevölkerung
Entscheidung
Politische Willensbildung

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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