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Hessen (HE)

Allg.: Das Bundesland HE mit der Hauptstadt Wiesbaden ist charakterisiert durch eine hoch entwickelte und breit gefächerte Industrie (Chemie-, elektrotechnische Industrie, feinmechanische Industrie, Fahrzeug- und Maschinenbau), insb. im Rhein-Main-Gebiet (Flughafen) und der Industrie- und Dienstleistungsmetropole (Banken, Versicherungen) Frankfurt a. M.

HE liegt in der westlichen Mitte DEUs und hat gemeinsame Grenzen mit den Bundesländern NI (im Norden), TH (im Osten), BY (im Südosten), BW (im Süden), RP (im Westen) und NRW (im Nordwesten).

Die Landesfarben sind rot-weiß.

Die industrielle Entwicklung und v. a. die Folgen des Zweiten Weltkriegs führten besonders in den Metropolen zur Integration vieler (in- und ausländischer) Bevölkerungsgruppen.

Pol.: Das Land HE wurde 1945 in der amerikanischen Besatzungszone durch den Zusammenschluss von HE-Darmstadt und HE-Nassau gebildet. Die Verfassung des Landes vom 1.12.1946 hat nicht nur einen liberalen Grundrechtsteil, sondern verlangt (über das Grundgesetz (GG) hinausgehend) auch eine soziale Gestaltung des Wirtschaftsgeschehens (weitreichender Schutz der Arbeit, Streikrecht, aber Verbot der Aussperrung etc.).

Oberstes Gesetzgebungsorgan ist der hessische Landtag (110 Mitglieder und ggf. Überhangmandate; auf fünf Jahre gewählt). Oberster Vertreter der Exekutive ist der/die Ministerpräsident/Ministerpräsidentin, der/die die Richtlinien der Politik bestimmt und die Minister/Ministerinnen ernennt. Direktdemokratische Mitwirkung über Volksbegehren (Volksabstimmung (Volksbefragung/Volksbegehren)) und Volksentscheid ist verfassungsrechtlich vorgesehen.

HE ist in drei Regierungsbezirke (Darmstadt, Gießen, Kassel) untergliedert.


Hessen (HE)




Hessen (HE)

Siehe auch:
Bundesland
Verfassung
Grundgesetz (GG)
Arbeit
Aussperrung
Landtag
Exekutive
Ministerpräsident/Ministerpräsidentin
Minister/Ministerin
Volksabstimmung (Volksbefragung/Volksbegehren)
Regierungsbezirk
Grunddaten der Länder der Bundesrepublik Deutschland

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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