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Konfliktfähigkeit

K. ist ein politisch-soziologischer Begriff, der darauf hinweist, dass Interessengruppen (Interessengruppen/Interessenverbände) (Verbände (Verband/Verbände), Organisationen) auf (Macht-)Mittel angewiesen sind, um ihre Interessen politisch durchsetzen zu können. K. ist hierbei die Fähigkeit, glaubhaft mit dem Entzug oder dem Vorenthalten wirtschaftlich oder gesellschaftlich wichtiger Leistungen drohen zu können (z. B. die Produktion von Gütern zu stoppen, d. h. zu streiken). Die K. nimmt zu, je näher die organisierten Interessen dem Produktionsbereich stehen (Organisationen der Arbeitgeber/Arbeitgeberin, Gewerkschaften), und nimmt ab, je näher sie dem Reproduktionsbereich stehen (Kultur, Freizeit).

Siehe auch:
Interessengruppen/Interessenverbände
Verband/Verbände
Interessen
Produktion
Güter
Arbeitgeber/Arbeitgeberin
Gewerkschaften
Organisationsfähigkeit

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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