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Korporatismus

K. ist ein politisch-wissenschaftlicher Begriff, der bestimmte Formen der Beteiligung gesellschaftlicher Gruppen an politischen Entscheidungsprozessen beschreibt. Zu unterscheiden sind: a) der autoritäre oder staatliche K., der für die erzwungene Einbindung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Organisationen in hierarchische und autoritäre Entscheidungsverfahren kennzeichnend ist (wie z. B. während des Faschismus in ITA); b) der gesellschaftliche oder liberale Neo-K., der auf freiwilliger Beteiligung gesellschaftlicher Organisationen (insb. der/die Arbeitgeber/Arbeitgeberin und Arbeitnehmer/Arbeitnehmerin) beruht.

Zweck der korporatistischen Beteiligung ist die Bindung der unterschiedlichen Interessengruppen (Interessengruppen/Interessenverbände) an gemeinsam getroffene Vereinbarungen (wie z. B. während der Konzertierten Aktion (Konzertierte Aktion) in der Bundesrepublik Deutschland (DEU)).

Siehe auch:
Arbeitgeber/Arbeitgeberin
Arbeitnehmer/Arbeitnehmerin
Interessengruppen/Interessenverbände
Konzertierte Aktion
Bundesrepublik Deutschland (DEU)
Keynesianismus

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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