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Kritischer Rationalismus

K. R. bezeichnet eine philosophisch-wissenschaftstheoretische Lehre, die von der Notwendigkeit der empirischen Überprüfung wissenschaftlicher Theorien und deren grundsätzlicher Widerlegbarkeit (Falsifikation) ausgeht. Maßgeblich von K. Popper auf der Basis empirisch-analytischer Wissenschaft entwickelt, behauptet der K. R., aus fehlerhaften Theorien und Aussagen lernen zu können. Politisch-praktisch tritt der K. R. für eine pluralistisch offene Gesellschaft und für allmähliche Veränderungen und Verbesserungen der (sozialen, ökonomischen, politischen) Lebensbedingungen ein und steht damit in der Tradition des Pragmatismus und Reformismus.

Siehe auch:
Theorie
Gesellschaft
Tradition
Pragmatismus
Empire
Pluralismus
Politikwissenschaft

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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