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Öffentliche Unternehmen

Ö. U. sind Betriebe, die sich in öffentlichem Eigentum (von Bund, Ländern, insb. den Kommunen) befinden.

Zu unterscheiden sind: a) gemeinwirtschaftliche ö. U., deren oberstes Unternehmensziel die Erwirtschaftung eines sozialen Nutzens ist (z. B. gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften); b) eigenwirtschaftliche ö. U., deren oberstes Ziel die Erhaltung des Unternehmens ist (d. h. die Defizite eines Bereiches werden mit den Überschüssen aus anderen Bereichen und ggf. Zuschüssen der öffentlichen Hand (Öffentliche Hand) verrechnet); c) bedarfswirtschaftliche ö. U., die Leistungen erbringen, die privatwirtschaftlich nicht oder nicht genügend bereitgestellt werden, d. h., der Kostenaspekt tritt hinter dem Bedarfsaspekt zurück (z. B. Straßenbau in einsamer Gegend); e) erwerbswirtschaftliche ö. U., die auf Gewinnerzielung gerichtet sind.

Ö. U. des Bundes sind z. B. die Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt a. M.; ö. U. der Länder sind z. B. die Rundfunkanstalten der ARD und das ZDF; auf kommunaler Ebene gibt es eine Vielzahl von ö. U. der Versorgungs-, Entsorgungs-, Verkehrs- und Wohnungswirtschaft, Sparkassen etc.

Siehe auch:
Betrieb
Eigentum
Kommune
Unternehmen
Öffentliche Hand

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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