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Pariser Verträge

Mehrere aufeinander bezogene Verträge (Vertrag), Verlautbarungen und Abkommen, die 1954 in Paris unterzeichnet wurden und seit 1955 die innere und äußere (durch Alliierte Vorbehalte noch eingeschränkte) Souveränität der Bundesrepublik Deutschland (DEU) bis zum Zwei-plus-Vier-Vertrag von 1990 regelten.

Die Pariser Verträge änderten a) die Regelungen des Deutschlandvertrags von 1952 ab und beendeten die Besatzungszeit in DEU, b) sahen eine Europäisierung des Saarlandes (Saarland (SL)) vor (das sog. Saarstatut, das jedoch nicht in Kraft trat), c) regelten die Stationierung ausländischer Truppen in der BRD (Truppenvertrag) und d) regelten den Eintritt der BRD in die NATO (Nordatlantikpakt) (über die Protokolle zur Gründung der Westeuropäische Union (WEU)).

Siehe auch:
Vertrag
Abkommen
Alliierte
Souveränität
Bundesrepublik Deutschland (DEU)
Zwei-plus-Vier-Vertrag
Deutschlandvertrag
Saarland (SL)
NATO (Nordatlantikpakt)
Westeuropäische Union (WEU)

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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