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Postmaterialismus

[post = lat.: nach] Politisch-soziologische Theorie, die davon ausgeht, dass in den modernen Demokratien die materiellen Bedürfnisse der Bevölkerung soweit befriedigt sind, dass die Erfüllung immaterieller Bedürfnisse (emanzipative, ökologische, ästhetische etc. Werte) zunehmend wichtiger wird. Dadurch würden sich sowohl neue Sozialmilieus als auch spezifische Interessenlagen entwickeln, sodass Parteien, Gruppen und Bewegungen, die diese Interessen vertreten, politisch wichtiger werden.

Siehe auch:
Theorie
Demokratie
Bedürfnis
Bevölkerung
Partei
Interessen
Milieu
Postindustrielle Gesellschaft

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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