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Saarland (SL)

Allg.: Das Bundesland Saarland mit der Hauptstadt Saarbrücken ist charakterisiert durch die Eisen- und Stahlverarbeitung, die Elektroindustrie, den Fahrzeug- und Maschinenbau, die Glas- und Keramikindustrie sowie als ehemaliger Standort des Steinkohlebergbaus.

Das SL liegt im Westen DEUs. Es grenzt im Osten an das Bundesland RP. Äußere Grenzen bestehen im Westen zu LUX und im Süden zu FRA. Die Landesfarben sind Schwarz-Rot-Gold. Die Bevölkerung des SLs ist ursprünglich fränkischer Herkunft.

Pol.: Die Grenzlage zwischen FRA und DEU prägte die Situation des SLs auch nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem wirtschaftlichen Anschluss an FRA (Zollunion und Teilautonomie) 1948 wurde SL 1950 assoziiertes Mitglied des Europarates. Das Saarstatut von 1954, das FRA und die BRD ausgehandelt hatten, sah die Europäisierung des SLs vor, die jedoch 1955 durch eine Volksabstimmung (Volksbefragung/Volksbegehren) abgelehnt wurde. Der (Wieder-)Anschluss an die BRD erfolgte daraufhin 1957, die vollständige wirtschaftliche Integration 1959.

Die Verfassung vom 15.12.1947 wies protektoratsähnliche Bestimmungen zugunsten FRAs auf und wurde deshalb 1956 entsprechend reformiert. Oberstes Gesetzgebungsorgan ist der saarländische Landtag (51 Mitglieder, auf fünf Jahre gewählt). Oberster Vertreter der Exekutive ist der/die Ministerpräsident/Ministerpräsidentin, der/die die Richtlinien der Politik bestimmt und die Minister/Ministerinnen ernennt. Die Verfassung des SLs sieht den Volksentscheid als direktdemokratisches Element vor. Das SL ist in fünf Landkreise (Merzig-Wadern, Neunkirchen, Saarlouis, Saarpfalz, St. Wendel) und einen Regionalverband (Saarbrücken) untergliedert.


Saarland (SL)




Saarland (SL)

Siehe auch:
Bundesland
Bevölkerung
Weltkrieg
Zollunion
Europarat
Volksabstimmung (Volksbefragung/Volksbegehren)
Verfassung
Landtag
Exekutive
Ministerpräsident/Ministerpräsidentin
Minister/Ministerin
Grunddaten der Länder der Bundesrepublik Deutschland

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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