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Sondergerichte

1) Bezeichnung für selbstständige Gerichte, die auf bestimmte Rechtsmaterien festgelegt sind und hierüber verhandeln (z. B. Patentgericht, Arbeitsgericht und Rheinschifffahrtsgericht). (Ggt.: ordentliche Gerichte).

2) Gerichte mit verkürztem Verfahren und stark beschränkten Rechtsmitteln für den Angeklagten, die ursprünglich von der Regierung Papen 1932 zur Bekämpfung gewalttätiger politischer Unruhen eingesetzt wurden. Seit März 1933 dienten S. dem NS-Regime zur Bekämpfung von Widerstand und oppositionellem Verhalten. Seit 1938 übernahmen sie zunehmend auch die Verfolgung nicht politischer Delikte und trugen während des Zweiten Weltkrieges den größten Teil der Strafrechtspflege in DEU.

Siehe auch:
Regierung
Weltkrieg
Gerichtsbarkeit, ordentliche
Rechtsprechung/Rechtsprechende Gewalt

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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