Stichwahl

S. bezeichnet den entscheidenden, letzten Wahlgang nach dem Mehrheitswahlrecht, wenn die Kandidaten oder Kandidatinnen in den vorangegangenen Wahlgängen nicht die erforderliche (qualifizierte) Mehrheit erreicht haben. So ist z. B. für einen Sitz in der französischen Nationalversammlung im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erforderlich; wird diese nicht erreicht, treten bei der S. im zweiten Wahlgang nur noch die beiden erfolgreichsten Bewerber gegeneinander an.

Siehe auch:
Mehrheit
Nationalversammlung
Wahlen

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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