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Syndikalismus

[franz.] S. bezeichnet eine (revolutionäre) Gewerkschaftsbewegung um die vorletzte Jahrhundertwende, die v. a. in FRA und ESP den Klassenkampf in direkter Aktion (Streik, Besetzungen etc.) gegen das kapitalistische System führte. Der S. strebte eine Gesellschaft an (Anarchosyndikalismus), die ohne Staatsapparat einen selbstverwalteten, föderativen Sozialismus verwirklicht und die wirtschaftliche Produktion strikt an den sozialen Bedürfnissen ausrichtet. Seit den 1920er-Jahren kaum mehr von Bedeutung.

Siehe auch:
Streik
System
Gesellschaft
Sozialismus
Produktion
Bedürfnis
Anarchie/Anarchismus
Gewerkschaften
Pluralismus
Selbstverwaltung

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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