BUNDESTAGSWAHL 2021 Mehr erfahren

Unternehmerverbände

Ugs. Sammelbezeichnung (richtiger: Unternehmensverbände) für eine Vielzahl von Organisationen, die teilweise die Funktion politischer Interessengruppen erfüllen, teilweise interne, d. h. vielfältige Aufgaben zum Nutzen der Mitgliedsunternehmen übernehmen.

Zu unterscheiden sind a) Verband/Verbände der Arbeitgeber/Arbeitgeberinnen, deren wichtigste Aufgabe der Abschluss von kollektivvertraglichen Regelungen (Tarifvertrag) mit den Interessenvertretungen der Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen (Gewerkschaften) ist bzw. die wirtschaftspolitische Funktionen (Information, Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyismus) ausüben. b) Industrie- und Handelskammern (Industrie- und Handelskammer (IHK)) sowie Handwerkskammern, die die lokalen bzw. regionalen Interessen (i. d. R. getrennt nach Branchen und Gewerben) der Unternehmen vertreten. c) Wirtschaftsverbände, die die wirtschaftspolitischen Interessen der Unternehmen, v. a. auf der Ebene des Bundes und der EU (Europäische Union (EU)), wahrnehmen. d) Marktverbände oder Kartelle, die geschlossen wurden, um gemeinsam Einfluss auf die Beschaffung oder den Absatz bestimmter Produkte auszuüben.

Die wichtigsten Spitzenverbände der Unternehmen in DEU sind: der Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Siehe auch:
Funktion
Verband/Verbände
Arbeitgeber/Arbeitgeberin
Tarifvertrag
Arbeitnehmer/Arbeitnehmerin
Gewerkschaften
Lobbyismus
Industrie- und Handelskammer (IHK)
Handwerkskammer
Interessen
Unternehmen
Europäische Union (EU)
Kartell
Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI)
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
Interessengruppen/Interessenverbände

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln