Völkerbund

Aufgrund der Erfahrungen des Ersten Weltkriegs 1920 eingerichtete internationale Organisation (Internationale Organisationen) zur Sicherung des Friedens und der territorialen Unverletzlichkeit der Mitgliedsstaaten (Sitz: Genf; DEU wurde 1926 Mitglied). Der V. wurde nach Gründung der Vereinten Nationen (Vereinte Nationen (UN)) 1946 aufgelöst. Die Handlungsfähigkeit des V. war sehr eingeschränkt, da jedes Mitglied ein Veto einlegen konnte und wichtige Mächte fehlten (z. B. die USA) bzw. erst spät (z. B. die UdSSR nur von 1934–1939) Mitglied wurden. Der V. konnte die aggressive Expansionspolitik nicht eindämmen (z. B. JPN in CHN, DEU in der Tschechoslowakei).

Siehe auch:
Weltkrieg
Internationale Organisationen
Frieden
Vereinte Nationen (UN)
Veto

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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