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Währung

W. bezeichnet i. e. S. das gesetzliche Zahlungsmittel, i. w. S. das Geldwesen eines Staates, dessen Ordnung durch Gesetze bestimmt wird (W.-Verfassung). W.-Reform bezeichnet eine grundlegende Neuordnung des Geldwesens, die z. B. dann notwendig wird, wenn (etwa aufgrund einer Inflation) die Funktionen des Geldes (Tauschmittel, Wertmesser, Wertaufbewahrungsmittel, Recheneinheit) nicht mehr erfüllt werden. W.-Reserven bezeichnen die von der Zentralbank (Zentralbanken) verwalteten Mittel eines Staates in Gold, Devisen und anderen Guthaben.

W.-Politik bezeichnet alle politischen Maßnahmen insb. der Zentralbank, um a) für eine ausreichende volkswirtschaftliche Versorgung mit Geldmitteln, b) für Preisstabilität und c) für Stabilität des Wechselkurses (den Wert der eigenen W. gegenüber anderen W.) zu sorgen. Seit Einführung der gemeinsamen europäischen W. (Euro, Code: EUR) liegt die W.-Politik nicht mehr in nationaler Verantwortung.

Siehe auch:
Staat
Reform
Inflation
Zentralbanken
Stabilität
Euro
Geld- und Kreditpolitik

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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