Austerität

[griech.: Strenge] A. bezeichnet eine strenge staatliche Spar- und Haushaltskonsolidierungspolitik.

In der politischen Debatte wird der Begriff konträr verwenden. Einerseits wird A. positiv als Krisenintervention verstanden, die auf den Abbau der (übermäßigen) Verschuldung eines Staates und die Neuordnung der Staatsfinanzen (Einnahmen- und Ausgabenpolitik) gerichtet ist, um einen ausgeglichenen Staatshaushalt zu erreichen und damit positive gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Andererseits wird der A. vorgehalten, dass mit (tiefen) finanziellen Einschnitten und abrupten Kurskorrekturen des Staates die angestrebten Ziele nicht erreicht werden können, weil fehlendes staatliches Engagement gesamtwirtschaftlich negativ wirkt, insb. auch die private Nachfrage drosselt und dadurch sowohl die Steuereinnahmen (noch mehr) sinken als auch die Staatsverschuldung weiter zunimmt.

Siehe auch:
Staat
Staatsfinanzen
Staatsverschuldung

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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