Moldau (MDA)

Die Republik Moldau (Republica Moldova) im Südosten Europas ist seit 1991, nach dem Zerfall der Sowjetunion, eigenstaatlich. Seit 2016 gilt ein Assoziierungsabkommen mit der EU. Hauptstadt: Chișinău.

Die Verfassung von 1994 (zuletzt geändert 2010) konstituiert MDA als parlamentarische Republik.

Staatsoberhaupt: Präsident, vom Volk für vier Jahre gewählt, einmalige Wiederwahl möglich. Exekutive: Premierminister und sein Kabinett, vom Präsidenten nominiert und durch ein Vertrauensvotum des Parlaments bestätigt. Legislative: Einkammerparlament, mit 101 für vier Jahre gewählten Abgeordneten.

Parteien: Partei der Sozialisten (PRSM), Liberaldemokratische Partei (PLDM), Partei der Kommunisten (PCRM), Demokratische Partei (PDM, Mitte-links), Liberale Partei (PL, Mitte-rechts).

Politische Gliederung: 32 Landkreise, drei kreisfreie Städte, ein autonomes Gebiet (Autonome Territoriale Einheit Gagausien), eine weitere territoriale Einheit (Transnistrien, reklamiert Eigenstaatlichkeit, eingefrorener Konflikt aufgrund russischer Intervention).

3,5 Mio. Einw./2016; Amtssprachen: rumänisch (moldauisch); Konfessionen: 90,1 % Orthodoxe, 2,6 % Christen.

BIP/Kopf: ca. 1.900 US-$/2016; Nahrungsmittelindustrie (v. a. Zucker), landwirtschaftliche Maschinen und Elektrogeräte, Schuh- und Textilindustrie.

Siehe auch:
Verfassung
Republik
Premierminister/Premierministerin
Kabinett
Präsident/Präsidentin
Parlament
Einkammersystem
Abgeordnete
Landkreis
Stadt
Intervention/Interventionsstaat

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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