Multilateralismus

[lat.] M. bezeichnet ein System mehrseitiger (multilateraler) Beziehungen zwischen Staaten, z. B. in der Außenpolitik, in den Wirtschaftsbeziehungen, in sportlichen oder kulturellen Angelegenheiten. Grundgedanke des M. ist die gleichberechtigte Zusammenarbeit, die z. B. zu gegenseitig vorteilhaften Verträgen führt, aber oft bilaterale (Sonder-)Vereinbarungen ausschließt. Die global bedeutendste multilaterale Einrichtung sind die Vereinten Nationen; die Europäische Union ist ein (sehr weit fortgeschrittener) multilateraler Staatenverbund; die verschiedenen Abkommen zum Klimaschutz sind multilaterale Vereinbarungen.

Ggt.: Unilateralismus, Bilateralismus

Siehe auch:
System
Staat
Außenpolitik
Vereinte Nationen (UN)
Europäische Union (EU)
Staatenverbund
Abkommen
bilateral/Bilateralismus
Welthandelsorganisation (WTO)

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2018. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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