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Unionsbürgerschaft

Alle Staatsangehörigen (Staatsangehörigkeit/Staatsbürgerschaft) eines EU-Mitgliedsstaates sind gleichzeitig auch Unionsbürger der EU (Europäische Union (EU)). Die U. ersetzt nicht die jeweilige Staatsbürgerschaft, sondern ergänzt sie. Mit der 1993 eingeführten U. sind bestimmte (2009 im Vertrag von Lissabon verbindlich geregelte) Rechte verbunden. Dazu gehören z. B. das Recht auf Freizügigkeit innerhalb der EU, das aktive und passive Kommunalwahlrecht am Wohnort und das Wahlrecht zum EP (Europäisches Parlament (EP)), das Diskriminierungsverbot, d. h. Unionsbürger dürfen in keinem EU-Staat rechtlich schlechter gestellt werden, als Inländer.

Siehe auch:
Staatsangehörigkeit/Staatsbürgerschaft
Europäische Union (EU)
Vertrag von Lissabon
Freizügigkeit
Wahlrecht
Europäisches Parlament (EP)
Diskriminierungsverbot
Europäische Grundfreiheiten
Kommunalpolitik

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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