Verfassungsorgane

V. bezeichnet Staatsorgane, deren Aufgaben und Kompetenzen in der Verfassung (in DEU dem Grundgesetz (GG)) niedergelegt sind. Es wird zwischen ständigen und nicht ständigen V. (auch: Oberste Bundesorgane) unterschieden. Erstere sind in der Bundesrepublik Deutschland (DEU) die/der Bundespräsidentin/Bundespräsident, der Bundestag, der Bundesrat, die Bundesregierung und das Bundesverfassungsgericht (BVerfG). Zu letzteren zählen der Gemeinsame Ausschuss (das Notparlament im Verteidigungsfall) und die Bundesversammlung. Die V. geben sich eine eigene Geschäftsordnung und sind untereinander zur Verfassungsorgantreue, d. h. zu gegenseitiger Rücksichtnahme und zu kooperativem Verhalten verpflichtet.

Siehe auch:
Staatsorgane
Kompetenz
Verfassung
Grundgesetz (GG)
Bundesrepublik Deutschland (DEU)
Bundespräsidentin/Bundespräsident
Bundestag
Bundesrat
Bundesregierung
Bundesverfassungsgericht (BVerfG)
Verteidigungsfall
Bundesversammlung
Geschäftsordnung

Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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