Anfechtungsklage

die Klage beim Verwaltungsgericht, mit der ein in seinen Rechten Betroffener sich gegen einen rechtswidrigen Verwaltungsakt wehrt und die Aufhebung des Verwaltungsaktes begehrt (§§ 42, 113 Abs. 1 Verwaltungsgerichtsordnung, VwGO). Der A. hat grundsätzlich ein behördliches Vorverfahren voranzugehen, das durch den Widerspruch des Betroffenen eingeleitet wird und in dem Rechtmäßigkeit und Zweckmäßigkeit des Verwaltungsaktes nachgeprüft werden (§§ 68 ff. VwGO). Widerspruch und A. haben i. d. R. aufschiebende Wirkung (§ 80 VwGO; Suspensiveffekt). Die A. ist gegen die Körperschaft, deren Behörde den Verwaltungsakt erlassen hat, oder ggf. gegen die Behörde selbst zu richten. In jedem Fall genügt es, in der Klage die Behörde zu bezeichnen, die den Verwaltungsakt erlassen hat. Die Klagefrist beträgt einen Monat, gerechnet vom Zeitpunkt der Zustellung des Widerspruchsbescheids.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln