Widerspruch

Rechtsbehelf in Registersachen oder gegen die Richtigkeit des Grundbuchs. Die Löschung von Eintragungen ist durchzuführen, wenn eine Firma erloschen ist, eine Gesellschaft vermögenslos ist oder wenn die Eintragung im Handelsregister mangels einer wesentlichen Voraussetzung unzulässig war. Das Gericht hat den Betroffenen von der beabsichtigten Löschung zu benachrichtigen und ihm eine Frist für einen Widerspruch zu setzen. Die Löschung darf erst erfolgen, wenn der Widerspruch rechtskräftig zurückgewiesen oder gar kein Widerspruch erhoben wurde (§§ 393 ff. FamFG). Von Amts wegen wird nach § 53 Abs. 1 Grundbuchordnung (GBO) ein Widerspruch eingetragen, wenn das Grundbuchamt mit Vornahme der unrichtigen Eintragung gesetzliche Vorschriften verletzt hat, nach § 18 GBO zum vorläufigen Schutz des Antragstellers in einem Grundbuchverfahren.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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