30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren

Widerspruch

frist- und formgebundener Rechtsbehelf gegen Verwaltungsakte (§§ 68 ff. Verwaltungsgerichtsordnung). Die Erhebung einer Anfechtungsklage oder Verpflichtungsklage (Verwaltungsprozess) ist i. d. R. erst nach Durchführung eines Widerspruchsverfahrens (Vorverfahrens) zulässig. Das Widerspruchsverfahren gibt der Verwaltung Gelegenheit, ihre Entscheidung selbst noch einmal auf Rechtmäßigkeit und (bei Ermessensakten) auf Zweckmäßigkeit zu überprüfen. Der W. muss innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des angegriffenen Verwaltungsakts schriftlich oder zur Niederschrift bei der Behörde erhoben werden, die den Verwaltungsakt erlassen hat. Wenn die Ausgangsbehörde dem W. nicht abhilft, erlässt die Widerspruchsbehörde – i. d. R. die nächsthöhere Behörde – den Widerspruchsbescheid. Wird der W. zurückgewiesen, kann binnen Monatsfrist Klage beim Verwaltungsgericht erhoben werden.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln