Abhandenkommen von Sachen

Der Eigentümer verliert unfreiwillig (durch Diebstahl oder Unachtsamkeit) den unmittelbaren Besitz an der Sache. Gleiches gilt für den unmittelbaren Besitzer der Sache. Beim mittelbaren Besitz kommt es auf den Willen des unmittelbaren Besitzers ( in der Regel des Eigentümers) an. Rechtliche Bedeutung hat der Begriff vor allem für den gutgläubigen Erwerb. Der Erwerber einer Sache erlangt kein Eigentum bei Diebstahl, Fund oder anderem Abhandenkommen von Sachen seitens des Eigentümers/Besitzers. Die Sache gilt solange als Abhandenkommen von Sachen , bis der Eigentümer wieder den unmittelbaren Besitz an der Sache hat oder er die Rückerlangung ablehnt.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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