Änderungskündigung

die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses, verbunden mit dem gleichzeitigen Angebot, das Arbeitsverhältnis unter geänderten Bedingungen fortzusetzen (§ 2 Kündigungsschutzgesetz), oder i. w. S. die Androhung einer Kündigung für den Fall, dass der andere Teil nicht in die Änderung der Arbeitsbedingungen einwilligt. Im letzten Fall bleibt das Arbeitsverhältnis mindestens bis zum Ausspruch der Kündigung bestehen.

Die Änderungskündigung hat Vorrang vor der Beendigungskündigung. Lässt sich diese durch eine Änderungskündigung vermeiden, muss der Arbeitgeber zunächst von diesem milderen Mittel Gebrauch machen; ansonsten ist eine Beendigungskündigung alleine deswegen unwirksam. Die Änderungskündigung ist ferner unwirksam, wenn der Arbeitnehmer die Änderung seiner Arbeitsbedingungen bereits im Rahmen des vertraglichen Weisungsrechts des Arbeitgebers hinnehmen muss. Der Arbeitgeber muss die neuen Arbeitsbedingungen präzise bezeichnen, andernfalls wäre die Änderungskündigung auch aus diesem Grund unwirksam.

Die Änderungskündigung ist eine echte Kündigung, daher sind Fristen zu wahren und betriebliche Mitbestimmungsrechte zu achten. Fristlose Änderungskündigung ist nur ausnahmsweise zulässig.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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