Alkoholdelikte

Beeinträchtigt der Alkoholgenuss die Unrechtseinsichtsfähigkeit und/oder die Steuerungsfähigkeit des Täters einer Straftat, so kann dadurch seine Schuldfähigkeit vermindert (etwa ab 2,0 ‰ Blutalkoholkonzentration [BAK]) oder ausgeschlossen (etwa ab 2,5 ‰ BAK) sein (§§ 20, 21 StGB). Hat der Täter sich jedoch vorsätzlich oder fahrlässig in einen schuldausschließenden Rausch versetzt, so wird er wegen des Vorwurfs des Vollrauschs (§ 323 a StGB) oder nach den Regeln einer Actio libera in causa bestraft. Ist seine Schuldfähigkeit aufgrund des Rausches nur vermindert, so kann das Gericht die Strafe mildern (v. a. wenn die Herbeiführung des Rausches nicht vorwerfbar war).

Der Gesetzgeber hat in § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr) und in § 315 c StGB (Gefährdung des Straßenverkehrs) das alkoholisierte Fahren als Vergehen unter Strafe gestellt.

Quelle: Duden Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Aufl. Berlin: Bibliographisches Institut 2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

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